Cannabis in Living Soil anbauen – Einsteiger-Guide zu Grundlagen & Praxis
Einleitung – Warum Living Soil ?
So ich starte einfach mal rein. Wenn du hier bist, hast du auf jeden Fall schonmal gute und wichtige Überlegungen hinter dir und dich entschieden, dein Cannabis in Living Soil anzubauen. Dieses hunten nach dem höchsten THC Gehalt und Ertrag sollte einfach einen viel geringeren Stellenwert einnehmen, als Qualität, Geschmack, Terpene und alle anderen wichtigen Komponenten wie Flavonoide, Thiole usw. Nicht, dass Living Soil anderen Grow Ansätzen im Ertrag nachstehen würde, es sollte einfach nicht an erster oder zweiter Stelle deiner Prioritätenliste stehen.
Worin unterscheidet sich Living Soil zu anderen Grow Medien?
Wenn man sich die Nährstoffaufnahme genauer ansieht und etwas tiefer in die Materie eintaucht, wird man feststellen, das auch Living Soil Pflanzen ihre Nährstoffe in Form von Salzen (Ionen) aufnehmen, da Cannabis keine komplexe organische Moleküle aufnehmen kann.
Der Unterschied liegt darin, wie diese Nährstoffe zur Aufnahme bereitgestellt werden. Während die Wurzeln der Pflanze in mineralischen Systemen ihre Nährstoffe quasi ready to use in der Ionenform aufnehmen können und müssen, muss deine Pflanze in Living Soil eine Komplexe Symbiose mit Mikroorganismen, darunter:
- verschiedenste Pilze (z.B. Mykorrhiza u. Trichoderma Arten)
- Bakterien (z.B: Bacillus Subtilis, Azobacter und viele wichtige mehr)
- kleine Krabbeltieren wie Arthropoden (Gliederfüßler mit einigen Unterarten)
- Nematoden ( Fadenwürmer)
- Würmer
eingehen, um ihre Nährstoffe in einer Form zu bekommen, die sie aufnehmen kann.
Jeder in diesem komplexen Ökosystem nimmt eine essentielle Rolle ein, auf die wir in diesem Grow Modul aber nicht genauer eingehen werden.
Grundsätzlich kann man sagen,
Die Pflanze kommuniziert über Wurzelexsudate mit dem Ökosystem, um sozusagen Bestellungen für bestimmte Nährstoffe herauszugeben. Die Bestellung besteht aus:
- Proteinen
- Kohlenhydraten
- Zucker
Wie ein kleiner Kuchen, den die Pflanze im Tausch für andere Nährstoffe anbietet. Andere Teile des Ökosystems nehmen diese “Bestellung” auf und kümmern sich darum, dass den Pflanzen die richtigen Nährstoffe in der gewünschten Menge bereitgestellt werden. Ganz einfach heruntergebrochen. Klar ist, das ganze geht viel komplexer und vielschichtiger vor sich, als ich es hier beschrieben habe, aber das würde unseren Rahmen sprengen.
Was man noch eben erwähnen kann und sollte,
ist, dass dank der Bereitstellung der Nährstoffe durch die Mikroorganismen in deinem Living Soil viele Stoffwechselnebenprodukte, sogenannte sekundäre Metaboliten entstehen, die direkten Einfluss auf:
- die Nährstoffaufnahme
- Pflanzengesundheit
- das Wurzelwachstum
- Abwehrkräfte
deiner Pflanze haben, wodurch die Pflanze selbst auch mehr von diesen sekundären Metaboliten bildet. In diesem Fall:
- Terpene
- Flavonoide
- Cannabinoide
und viele weitere Goodies, die am Ende die ganze Living Soil Magie und den Unterschied zwischen mineralisch kultivierten Pflanzen und Living Soil ausmachen.
Die dadurch resultierende Blütenqualität ist der Grund, wieso viele Grower nach einem Living Soil Grow nie wieder zurück zu mineralischen oder anderen organischen Systemen zurückkehren und warum immer mehr Grower zu Living Soil greifen.
Zusätzlich ist Living Soil auch:
- nachhaltiger
- weniger kostenintensiv
- weniger arbeitsintensiv
als andere Methoden, zumindest wenn man es im “long run” betrachtet.
Ein entscheidender Punkt dabei ist, dass Living Soil bei richtiger Pflege dauerhaft genutzt und verbessert werden kann. Vorausgesetzt, man integriert Rohstoffe nicht wahllos, sondern mit Plan und Verständnis für ihre Wechselwirkungen.
Wie man Living Soil richtig re-ammendet und warum Balance dabei so entscheidend ist, folgt in einem anderen Grow-Modul
Der praktische Teil – Wie funktioniert Living Soil im Grow?
Kommen wir zum praktischen Teil des Moduls. In Living Soil steuern wir nur bedingt die Nährstoffaufnahme der Pflanze. Wir geben der Pflanze eher die richtigen Rahmenbedingungen, um ihre Arbeit optimal erledigen zu können, was dann dazu führt, dass sie Nährstoffe und Wasser in der richtigen Menge zur richtigen Zeit in ihrem Lebenszyklus aufnehmen kann.
Während man im mineralischen Grow viel mit EC- Wert, PH Wert, Drain usw. arbeitet, konzentrieren wir uns im Living Soil eher auf die Rahmenbedingungen wie:
- VPD (Dampfdruckdefizit) + Temperatur, um die Transpirationsrate der Pflanze und somit die Menge an Wasser und Nährstoffe, die sie aufnehmen kann, zu steuern
- ppfd & DLI
- Saugspannung des Bodens in mbar gemessen mit Tensiometern
Die drei Säulen eines erfolgreichen Living-Soil-Grows
- VPD (Dampfdruckdefizit) + Temperatur, um die Transpirationsrate der Pflanze und somit die Menge an Wasser und Nährstoffe, die sie aufnehmen kann, zu steuern
- ppfd & DLI
- Saugspannung des Bodens in mbar gemessen mit Tensiometern
- Je höher dein VPD ( Dampfdruckdefizit ) und die Temperatur ist, desto mehr Wasser muss die Pflanze aufnehmen und transpirieren, um den Unterscheid zwischen der Menge an Wassermolekülen, die die Luft aufnehmen könnte (Sättigungsdampfdruck) und der tatsächlichen Menge an Wasserdampf in der Luft, auszugleichen. Der VPD ist also essentiell und je höher die Temperaturen, desto besser, da mehr Transpiration stattfinden kann und somit mehr Wasser und Nährstoffe in das Pflanzengewebe gelangen.
-> Kühle Luft kann deutlich weniger Wasser aufnehmen als warme Luft, was dazu führt, dass du zwar bei unterschiedlichen Temperaturen denselben VPD haben kannst, deine Pflanze aber bei z.B. 4 Grad Celsius mehr, deutlich mehr Wasser aufnehmen und transpirieren kann und muss, um diesen Unterschied auszugleichen.
-> mehr Transpiration = mehr Wasser- und somit auch Nährstoffaufnahme -> schnelleres + gesünderes Pflanzenwachstum
- Der ppfd Wert gibt an, wie hoch der Nährstoffbedarf der Pflanze ist und steht immer in Korrelation mit VPD und Saugspannung. Hierbei kann man sich auch immer nach dem DLI ( daily light integral) richten. Dieser Wert sagt dir, wie viel Licht innerhalb von 24h auf eine bestimmte Fläche fällt und wie viel in welcher Phase optimal für deine Pflanzen ist.
-> Mehr Lichtintensität => mehr Photosynthese => höherer Stoffwechsel => höherer Nährstoffbedarf.
Dieser Zusammenhang sollte immer im Kontext mit:
- VPD, Temperatur
- Saugspannung
betrachtet werden, da du nur mit richtigem VPD, der richtigen Temperatur und der richtigen Saugspannung die richtigen Bedingungen hast, um hohe ppfd Werte fahren zu können.
- Die richtige Saugspannung in mbar zum richtigen Zeitpunkt ist genauso essentiell und muss immer im Zusammenhang mit VPD und Phase des Grows stehen. Sie bestimmt, wie viel Wasser der Pflanze zur Verfügung steht, wie konzentriert Nährstoffe in diesem Wasser sind ( EC-Wert ) und wie sehr sich die Pflanze anstrengen muss, dieses Wasser aufzunehmen.
Kurzer Exkurs zur Nährstoffaufnahme:
Dazu muss man sagen, dass nicht alle Nährstoffe wie:
- Calcium und Stickstoff ( nicht ausschließlich) mit dem Wasser durch Massefluss (so wie die meisten Makronährstoffe) aufgenommen und über das Xylem durch die Pflanze transportiert werden.
Dass Calcium über das Wasser aufgenommen wird, bedeutet übrigens auch, dass du mit hohen Temperaturen und dem richtigen VPD in Kombination mit der richtigen Bodenfeuchtigkeit, eine erhöhte Transpirationsrate erzielen kannst und somit Calciummangel in den Pflanzenzellen und somit Budrot (Botrytis) vorbeugen kannst, da durch eine hohe Anreicherung von Calcium keine Zellen gegen Ende des Lebenszyklus platzen, wodurch dann Budrot (Botrytis) entstehen kann. Ich würde sagen zu 90% bekommen Grower Botrytis durch Ca Mangel und nicht durch zu hohe RLF gegen Ende der Blüte! Botrytis kann natürlich auch durch einen ungünstigen Taupunkt entstehen, meist Outdoor, aber auch Indoor möglich.
-> kalte Luft (z.B. durch Klimaanlagen) trifft auf wärmere Blüte-> Wasser kondensiert innerhalb und außerhalb der Blüte und kann bei zu hoher RLF, bzw. zu niedrigen VPD nicht mehr herunter trocknen -> Feuchtigkeit innerhalb der Blüte kann zu Botrytis führen
Einige Nährstoffe:
- z.B. Phosphor, müssen aktiv durch Transportproteine in die Pflanze “gezogen” (erfordert ATP = Adenosintriphosphat = Energiewährung der Zelle) und dann über das Xylem transportiert werden. Das funktioniert hauptsächlich über Interception, bedeutet, dass die Wurzeln, in dem Fall oft mithilfe von Mykkorhiza Pilzen, die die Oberfläche der Wurzeln um ein vielfaches erhöhen, Bodenpartikel “absuchen” und dann über ATP und Transportproteine den Nährstoff in die Wurzel befördern, wo er dann auch über das Xylem transportiert wird.
während andere Nährstoffe:
- wie die meisten Mikronährstoffe, z.B. Eisen, Mangan, Kupfer, Zink hauptsächlich über Diffusion aufgenommen werden, welche über die Wurzeloberfläche bzw. die Wurzelhärchen, die die Kontaktfläche und Oberfläche zum Boden erhöhen, stattfindet. -> Im Boden liegt ein Konzentrationsgefälle vor: die Nährstoffkonzentration direkt an der Wurzeloberfläche ist niedriger als im umgebenden Boden. -> Aufgrund dieses Gradienten bewegen sich die Nährstoffionen passiv (ohne Energieaufwand) vom Bereichen hoher Konzentration zu Bereichen niedrigerer Konzentration – also zum Wurzelhaar hin.
Das genauer auszuführen würde hier auch wieder den Rahmen sprengen und die Pflanze kümmert sich darum auch ohne unser Zutun, solange genügend Nährstoffe im Boden und die richtigen Rahmenbedingungen gegeben sind.
Wer mehr über Nährstoffaufnahme und -dynamik von Pflanzen und Böden lernen will, sollte das Buch “Teaming with Nutrients” von Jeff Lowenfells lesen. Meiner Meinung nach das beste Buch, um in das Thema einzusteigen. Wer schon weiter ist, kann mit William Albrecht weitermachen.
Crop Steering im Living Soil (Überblick)
Zum Crop Steering gehören in Living Soil natürlich noch ein paar mehr Sachen dazu, wie:
- IPM in Form von Foliar-Sprays oder Nützlingen
- die Verwendung von Kompost Tees und sonstigen “Goodies” wie Topdresses ( Applikation von Dünger Rohstoffmischungen zu bestimmten Phasen)
- und das Canopy Management
Wir fokussieren uns aber erstmal auf die Basis des Ganzen und darauf bauen wir dann auf.
Optimale Rahmenbedingungen für Cannabis in Living Soil
Vegetative Phase Woche 1 – Keimlingsphase : 18/6
- Temperatur: 24-26 Grad
- VPD: 0,7-0,8 kPa -> Ich würde in der frühen vegetativen Phase bei 0,7 kPa anfangen und im Laufe der ersten Wochen auf 0,8 kPa steigern
- Saugspannung (mbar): 60-80 mbar
- ppfd: Ich beginne meistens bei 180 ppfd für die kleinen Pflanzen..Im Laufe der ersten Woche steigere ich auf 250 ppfd.
- Tag-/Nacht Unterschied Temperatur: In der vegetativen Phase ist es ok, bzw. gewollt, dass du ein Temperaturdelta von 5-6 Grad fährst. Also nachts 5-6 Grad weniger als tagsüber. Das fördert die Zellstreckung durch Phytohormone wie Auxine und Gibberelline.
- CO2: in der Keimlingsphase ist CO2 Supplementierung nicht notwendig, da Frischluft bereits ca. 400ppm CO2 enthält. Sorge einfach dafür, dass in deinem Zelt bzw. Raum regelmäßiger Luftaustausch stattfindet.
Vegetative Phase Woche 2-4: 18/6h
- Temperatur: 26-28 Grad -> Wenn CO2 vorhanden ist, kann man in den Wochen 3-4 auch auf 30 Grad gehen, die Ladies lieben es. Vllt nicht in der ersten oder zweiten Woche, aber sobald sie etwas gewurzelt haben, geht das.
- VPD: 0,8-0,95 kPa -> Ich würde in der frühen vegetativen Phase bei 0,8 kPa anfangen und im Laufe der ersten 3-4 Wochen auf 0,95 kPa steigern
- Saugspannung (mbar): 60-80 mbar
- ppfd: Ich beginne meistens bei 250 ppfd für die kleinen Pflanzen..Im Laufe der ersten 3-4 Wochen steigere ich die ppfd auf 450 ppfd. 1 Tag vor der Blüte gehe ich auf 600 ppfd, um die Ladies schonmal auf die Blüte einzustimmen.
- Tag-/Nacht Unterschied Temperatur: In der vegetativen Phase ist es ok, bzw. gewollt, dass du ein Temperaturdelta von 5-6 Grad fährst. Also nachts 5-6 Grad weniger als tagsüber. Das fördert die Zellstreckung durch Phytohormone wie Auxine und Gibberelline.
- CO2: falls CO2 supplementiert werden kann, mindestens 1:1 CO2 zu ppfd. Bei hohen Temperaturen in der Veg ( 28-30 Grad) um die 600ppm CO2
Blütephase Woche 1-3: 12/12h
- Temperatur: mit CO2 28-30 Grad für richtiges Gewächshausfeeling und sehr schnelles Wachstum. Ohne CO2 26 Grad bis maximal 28 Grad-> Strain abhängig
- VPD: 1,05-1,15 kPa jede Woche den VPD etwas erhöhen.
- Saugspannung (mbar): 80-120mbar. Nach dem Gießen kann das Tensiometer schon auch mal auf 40-60 mbar fallen, in der Phase transpirieren die Pflanzen extrem viel und konsumieren somit auch viel und schnell Wasser.
- ppfd: am ersten Tag der Blüte beginne ich mit 800ppfd auf der durchschnittlichen Oberfläche der Canopy, also nicht unbedingt an den Spitzen! Die Lampen sind dann meistens so 80-100cm von den Pflanzen entfernt. Im Laufe der ersten 3 Wochen der Blüte sollten die Pflanzen sich soweit in die Lampen gestretcht haben, dass du gegen Tag 21 Blüte bei ca. 1000-1100ppfd angekommen bist. Falls deine Pflanzen sich nicht so sehr gestretcht haben, solltest du das manuell so anpassen, dass deine durchschnittliche Canopy Oberfläche diese Werte erreicht.
- CO2: Falls du CO2 supplementieren kannst, fange anfang der Blüte bei CO2 zu ppfd 1:1 an und steigere bis Woche 3 Blüte auf 1:1,2. -> Bsp.: 1050ppfd Woche 3 zu ca. 1250 ppm CO2. Falls du kein CO2 zuführen kannst, solltest du auf regelmäßigen Luftaustausch in deinem Raum achten, sodass immer etwas CO2 aus der Frischluft nach kommt.
- Tag-/Nacht Unterschied Temperatur: Während der Blütephase solltest du darauf achten, dass der Temperaturunterschied Tag/Nacht nicht bei über 2-3 Grad liegt. Ein zu hohes Termperaturdelta führt oft dazu, dass sich die Pflanzen zu sehr stretchen, bzw, dass der Internodienabstand sehr groß wird, was zu weniger Kompakten Blüten und auch oft zu weniger Ertrag führt, da die Blüten im unteren Bereich der Canopy noch weniger Licht bekommen, als es eh schon der Fall ist.
Blütewoche 4-6: 12/12h
- Temperatur: Während den Blütewochen 4-6 würde ich die Temperaturen von 28 Grad auf 26 Grad senken. Klar, bei hohen Temperaturen gehen Terpene verloren, aber das lässt sich nicht verhindern, ohne Ertrag zu verlieren und zu riskieren, dass die Pflanzen zu wenig transpirieren können, um ihre Blüte dann in den letzten zwei Wochen vernünftig zu vollenden.
- VPD: 1,15-1,2 kPa
- Saugspannung (mbar): 80-120
- ppfd: Während den Wochen 4-6 in der Blüte bleiben wir bei 1000-1100 ppfd.
- CO2: ppfd : CO2 = 1:1,2
- Tag-/Nacht Unterschied Temperatur: -> nicht über 2-3 Grad bei selbem VPD-> unterstützt die Blüten dabei kompakter und dichter zu werden
Blütewoche 7-8/9: 12/12h
- Temperatur: Während der letzten zwei/drei Wochen der Blüte kannst du deine Temperaturen auf 23-24 Grad senken. Das liegt auch immer ein bisschen im Auge des Betrachters und ist abhängig von persönlichen Präferenzen. Ich belasse es meistens bei 24 Grad, es funktioniert aber auch wunderbar bei 23 Grad, du solltest einfach darauf achten, dass deine Pflanzen trotzdem noch vernünftig transpirieren, also auf den richtigen VPD und mbar achten.
- VPD: 1,2 kPa
- Saugspannung (mbar): 80-150mbar. 150 mbar stellt hier schon einen sogenannten Dryback dar. Das ist insofern sinnvoll, da die Transpirationsrate bei niedrigeren Temperaturen geringer ist und wir so dafür sorgen, dass aerobe Mikroorganismen effektiver arbeiten können und so trotzdem ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stellen können, selbst wenn weniger Wasser durch die Pflanze geht.
- ppfd: Während der letzen zwei bis drei Wochen versuchen wir den natürlichen Lauf der Dinge in der Natur zu imitieren, indem wir die Lichtintensität wöchentlich senken, sodass wir gegen Ende der Blüte wieder bei ca. 800 ppfd sind.
- CO2: CO2:ppfd = 1:1,2 Wenn die Temperaturen sinken und deine Pflanzen weniger starkes Licht bekommen, kannst du deine CO2 Werte senken und sie dem ppfd Wert anpassen
- Tag-/Nacht Unterschied Temperatur: -> nicht bei über 2-3 Grad bei selbem VPD
-> unterstützt die Blüten dabei kompakter und dichter zu werden
Fazit:
Voraussetzung für das ganze ist natürlich ein gut konzipierter Living Soil, der dann auch das umsetzen kann, was du mit deinem Klima an Anforderungen vorgibst.!
Unsere Green Harbor Living Soil ist so aufgebaut, dass sie durch ihre Zusammensetzung und die richtige Basensättigung (nach W. Albrecht) ihren PH Wert in einem Rahmen von ca. 6,2-6,8 halten und puffern kann und somit auch eure Pflanzen in jeder Lebensphase mit den richtigen Nährstoffen in der angemessenen Menge zu versorgen.
Während sich also die Pflanze durch Exsudate in Symbiose mit Pilzen, Bakterien und anderen Mikroorganismen um die Bereitstellung und Aufnahme der Nährstoffe kümmert, geben wir den richtige Basis und einen angemessenen Rahmen für gesundes und kräftiges Pflanzenwachstum vor.
Ich hoffe in diesem ersten Grow Modul ist dir bewusst geworden wie wichtig es ist, die richtigen Rahmenbedingungen bereit zu stellen, damit dein Living Soil perfekt funktionieren und deine Pflanzen gesund wachsen können. Auch wenn ich die einzelnen Bereiche nur kurz angeschnitten habe, hoffe ich du hast ein kleines aber feines Verständnis dafür bekommen, wie die Dinge in Living Soil laufen.
Grüße, Max